8. Wohnmobilreise 2022/23 bis     Singapur   in Vorbereitung



Start 1. August 2022 in Riga  und endet  für uns am 30. Mai 2023 45.000 packende Kilometer stehen uns bevor.



Die Reiseroute von Abenteuer-Osten ist wie folgt geplant und beschrieben:


Russland, Kasachstan, Usbekistan und Kirgistan

(August 2022)

Reisebeginn ist planmäßig der 1. August in Riga, Einreise

nach Russland ist am Folgetag. Im größten Land der Welt

sind wir knapp zehn Tage unterwegs – ein adäquater Rahmen

eines „Warmups“ für die großen Herausforderungen der

nächsten spannenden Reisezeit. Wir statten Moskau einen

Zwei-Tages-Besuch ab, bevor wir auf stetigen Südostkurs bis

zur Seidenstraße gehen.

Die Heldenstadt Wolgograd und die Fahrt entlang der Wolga

sind die letzten Etappen im europäischen Abendland. Hinter

Astrachan, dem Brückenkopf zwischen Orient und Okzident,

durchqueren wir das riesige Wolgadelta mit seinen unzähligen Flussarmen und finden uns bald im überwiegend

auf asiatischem Boden gelegenen Kasachstan wieder.

Karakalpakstan, die Gegend um den ehemaligen Aralsee,

steht für die unendliche Weite und Einsamkeit der rauen

Steppe. Wir sind längst auf der nördlichsten Route der

legendären Seidenstraße angekommen.

Die kasachisch-usbekische Grenze ist eine harte Nuss, die

uns viel Geduld abverlangt – ein Vorgeschmack auf viele

weitere Momente der Asiendurchquerung, die nichts für

ungeduldige Reisegefährten ist. Belohnt werden wir mit

den schönsten Seidenstraßenstädten Chiwa, Buchara und

Samarkand – ein orientalisches Märchen aus 1001 Nacht.


Nun fahren wir wieder der aufgehenden Sonne entgegen,

Taschkent und das schöne Ferghanatal sind unsere letzten

usbekischen Stationen.

Wir klettern beständig auf mit Serpentinen gespickter Asphaltstraße in die kirgisische Hochgebirgswelt.

Der Toktogul-See und die malerischen sattgrünen

Hochebenentäler des Tian Shan, den Anden Mittelasiens,

sind eine Wohltat fürs Auge. Am tiefsten Gebirgssee der

Welt, dem wunderschönen Issyk-Kul mit seinem tiefblauen

und warmen Wasser, in dem sich die schneebedeckten

Ausläufer des Tian Shan spiegeln, tanken wir Kraft für das,

was vor uns liegt.

So ruhig wird es so schnell nicht mehr werden. Die alte

Karawanserei Taschrabat auf 3.100 Metern Höhe ist unsere

letzte kirgisische Station. Einen Pferdeschnaps mit den

Hirten des Hochgebirges auf unsere nächsten elf Monate!

Über den legendären Torugatpass verlassen wir die GUS und

treten in einen neuen Kulturkreis ein.


China (September – Anfang Oktober 2022)

Wir bleiben für etwa zwölf Tage im polizeilich streng kontrollierten Uigurien und damit der legendären Handelsroute

treu. In Kaschgar, einstiger Knotenpunkt der Seidenstraße,

stellen wir uns auf die Fahrt durch das bevölkerungsreichste

Land der Welt ein. Zwischen den Hängen des nördlichen

Himalaya und des Tarimbeckens arbeiten wir uns bis zur

Trans-Taklamakan vor. Wir durchqueren die „Wüste ohne

Wiederkehr“ auf dem schwimmenden Asphalt des Desert

Highways, einem der aufwändigsten Straßenbauprojekte

Chinas. Dunhuang mit Mondsichelsee, riesigen Dünen

und den berühmten Buddhagrotten sind unsere letzten

Seidenstraßenhöhepunkte. Es ist höchste Zeit, Nordasien zu

verlassen – der Herbst hält Einzug.

So wird es schon spürbar frisch, wenn wir die zwischen

2.000 und 4.000 Meter gelegenen Hochwüstentäler und

tibetischen Weidegründe der Provinz Qinhai und Nordsichuan

durchfahren. Auf den schier unendlichen Hochebenen ist

zweifelsfrei genügend Platz für Tausende Yaks und eine

verwegene Reisemobilgruppe. Die feurig scharfe Küche

Sichuans ist wie die ganze Reise: Nichts für Feiglinge!

Surreale Farbenspiele einer spektakulären Berg-, Fluss-,

Wasserfall- und Seenwelt bei Jiuzhaigou und Songpan

erinnern an den Yellowstone-Park – zweifelsfrei eine herausragende Naturschönheit. In der südwestlichen Provinz

Sichuan sind der größte Buddha der Welt bei Leshan und

das boomende Chengdu mit seinen Pandaparks weitere

Highlights auf dem Weg durch das Reich der Mitte.

Die Provinz Yunnan gilt nicht zu Unrecht als eine der

landschaftlich und kulturell schönsten Chinas. Wir reisen auf engen und atemberaubenden Straßen durch

Terrassenlandschaften, die Bauern in Jahrhunderten

Handarbeit geformt haben.

Es fällt schwer, sich nicht in die romantischen historischen

Städte Lijiang und Dali zu verlieben. Bei Kunming staunen

wir über die bizarren Felsformationen im Steinwald und über

die südöstlichen Ausläufer Tibets. Entlang der berühmten

Tigerspruchschlucht verlassen wir ein zutiefst beeindruckendes Land.


Myanmar (Anfang – Mitte Oktober 2022)


Myanmar ist das Land, in dem buchstäblich alles Gold ist

was glänzt. Wir bereisen Myanmars Norden intensiv. Unsere

erste Passage wird durch den bergigen Nordosten des

Landes führen – durch Regionen, die touristisch unberührt

sind und teilweise zum ersten Mal in der Geschichte von

ausländischen Reisenden durchquert werden können.

Auf abenteuerlichen Bergstrecken werden wir auf viele

freundliche Menschen treffen.

Gegenwärtig ist noch offen, welche weiteren Grenzen

neben Moreh nach Indien von Myanmar geöffnet werden.

Wir gehen davon aus, direkt ins indische Assam einreisen

zu dürfen.


Nördlicher Subkontinent (Mitte Oktober – Mitte

Dezember 2022)


Mit dem Übertritt der Grenze nach Indien starten wir in

einen neuen Abschnitt der Reise. Kein Reiseland lässt sich

mit Indien vergleichen. In Worten kaum zu fassen ist das,

was wir in den nächsten intensiven Monaten auf und neben

den Straßen erleben werden. Archaische Transportformen

kollidieren mit der neuen Mobilität. Tiere, Linksverkehr,

sowie zwei- drei- und vielrädrige Fahrzeuge garantieren das ultimativste Fahrerlebnis unseres Planeten. Die

Gegensätze zwischen Arm und Reich sind wohl nirgendwo

sonst auf der Erde so extrem wie im Subkontinent. Mental

Schwache sollten besser über Indien hinwegfliegen. Das

Organisationsteam wird hier stark gefordert und alles

geben, um das Reisen in dieser völlig anderen Welt so

angenehm wie möglich zu gestalten. Andererseits ist in

kaum einem anderen Land der Welt so viel buntes und

aufregendes Treiben tagein tagaus zu beobachten wie in der

einstigen Kronkolonie.

Assam stellt einen relativ sanften Einstieg in das riesige

1,3-Milliarden-Menschen-Land Indien dar. Im Gegensatz zu

vielen anderen indischen Regionen ist der Verkehr hier nicht

ganz so verrückt. Assam steht für die größten zusammenhängenden Teeplantagen der Welt und grenzt an das riesige

Brahmaputra-Tal. Im Kaziranga–Nationalpark, berühmt vor

allem für seine Panzernashörner, werden wir eine Jeepsafari

unternehmen.


Himalaya-Staaten Bhutan und Nepal


Bevor wir in den Trubel Zentralindiens eintauchen, tanken

wir Ruhe und Kraft in der faszinierenden Bergwelt der nördlichen Nachbarstaaten Bhutan und Nepal.

Der kleine Himalayastaat Bhutan wurde von uns bereits drei

Mal bereist und war dabei jedes Mal einer der Höhepunkte.

Das einstige Königreich wollen wir von Ost nach West

durchqueren und werden dabei aus dem Genießen nicht

mehr herauskommen. Wir sind auf einer atemberaubenden Streckenführung durch das bhutanische Hochgebirge

unterwegs und staunen über abwechselnde Klimazonen mit

Kakteenhainen in den Tälern und gefrorenen Wasserfällen

auf den Pässen. Wir durchqueren malerisch gelegene Dörfer

und Bergklöster und treffen auf sehr freundliche, glücklich

wirkende Menschen.

Eine abenteuerliche Bergstrecke mit recht wildem Verkehr

führt uns in Richtung indische Grenze und weiter nach

Siliguri, von wo aus wir einen Ausflug ins Teeparadies

Darjeeling unternehmen.

Wir verlassen erneut Indien und passieren die Grenze

nach Nepal. Auf teils sehr schlechten Straßen arbeiten wir

uns durch die Bergwelt Ostnepals bis in die Hauptstadt

Kathmandu vor. Vieles ist nach dem großen Erdbeben wiederaufgebaut; die Spuren der Erschütterungen werden wir

immer noch sehen. Mehrere Tage verweilen wir in der aufregenden nepalesischen Hauptstadt und dem benachbarten

Bhaktapur. Von hier aus können wir auch zu einem Rundflug

um den Mount Everest starten.

Über anspruchsvolle Straßen fahren wir weiter in Richtung

Westen. Bei einer Safari im Chitwan-Nationalpark beobachten wir Panzernashörner, Elefanten und weitere Wildtiere

– mit unverschämtem Glück sehen wir sogar den bengalischen Tiger.

Wanderungen rund um das Trekkingmekka Pokhara

mit Blicken auf das Annapurna-Massiv oder einfach

nur Ausspannen in mildem Klima – es gibt zahlreiche

Möglichkeiten, die Zeit im Zentrum Nepals zu genießen. In

der grünen Natur des Bardia-Nationalparks verabschieden

wir uns von der Himalaya-Region.


Indien (Mitte Dezember 2022 – Anfang März 2023)


• Der Nordwesten (Delhi, Agra, Jaipur, Rajasthan,

Maharashtra)


Über eine einspurige Brücke kommen wir zurück nach

Indien. Nach der ruhigen Zeit in Nepal wird es nun

richtig aufregend. Nirgendwo sonst auf dem riesigen

Subkontinent ist die Bevölkerungsdichte so groß und der

Verkehr so wild wie im dicht besiedelten Norden Indiens.

In den Ballungsräumen ist der Verkehr gnadenlos – manche einheimischen Fahrerinnen und Fahrer verzichten auf

Außenspiegel, eine laute Hupe ist dagegen unabdingbar. Die

Fahrt durch die Zuckerrohrebene ist ein harter Test für die

Reisemobilbesatzungen.

Doch es lohnt sich, hat die Region doch unglaublich viel

zu bieten: Hier liegen die klassischen indischen Highlights

Delhi, Agra mit dem wunderbaren Taj Mahal und dem

Roten Fort sowie der rosafarbenen Stadt Jaipur. Gerade

zwei Fahrstunden entfernt befindet sich einer der größten

Vogelnationalparks der Welt.


Hunderttausende verschiedenster Zugvögel kommen nach

Bharatpur um hier zu überwintern.

Nur einen indischen Großkatzensprung entfernt liegt der

Ranthambore-Nationalpark, der als einer der schönsten

Indiens gilt. Mit etwas Glück werden wir wie auf unserer

letzten Expedition wieder Tiger sehen.

Für etwas mehr als eine Woche gehen wir auf eine Rundreise

durch das bunte und relativ dünn besiedelte westliche

Rajasthan. Wir reisen über Pushkar und Bikaner mit dem

legendären Rattentempel bis in die Wüstenstadt Jaisalmer

mit ihrer fantastischen Gebäudekunst, übernachten an den

Winterquartieren der sibirischen Kraniche, besuchen die

blaue Stadt Jodhpur und mit Udaipur das Venedig Indiens.

Auf dem Weg nach Süden werden uns der aus purem

Marmor gemeißelte Jaintempel Ranakpur, die Höhlentempel

von Ellora und Ajanta und die Ruinenstadt Mandu in tiefes

Staunen versetzen.

Der Besuch Mumbais wird anstrengend und uns trotzdem angenehm überraschen. Die Stadt hat viele einmalige Sehenswürdigkeiten – seien es der Bahnhof Victoria

Terminus, der Gateway of India oder einfach die städtische

Wäscherei. In Mumbai ist alles ein Erlebnis.


Der Süden (Goa, Kamataka, Kerala)


Innerhalb der nächsten Tage wollen wir uns weiter Richtung

Goa vorarbeiten. Unterwegs unternehmen wir auf aufregenden Nebenstrecken Abstecher zu den kulturellen und

heute noch aktiven religiösen Stätten Hampi und Badami

im Bundesstaat Kamataka. Wenn wir über die einheimischen Märkte schlendern und in alten Tempelanlagen

baden, tauchen wir wortwörtlich in die Geschichte der alten

Königreiche ein.

Der Bundesstaat Goa steht für eine christliche

Bevölkerungsmehrheit und herrliche Strände und

Küstenabschnitte. Für einige Tage werden wir bei

Meeresrauschen unter Palmen an der Arabischen See die

Seele baumeln lassen und Kraft für den weiteren Weg

sammeln.

Die Zeit in Goa und im Süden Indiens kann auch für eine

vorübergehende Heimkehr genutzt werden.

Wir verlassen Goa und fahren weiter gen Süden, bis wir

den Bundesstaat Kerala erreichen. Ausflüge mit Hausbooten

durch die Backwaters, die farbenfrohen Tempelanlagen

und das sattgrüne bergige Hinterland lassen auch im

Bundesstaat Kerala keine Langeweile aufkommen. Am südlichsten Punkt Festlandindiens genießen wir den Blick auf

den weiten Ozean und sind dem Äquator zum ersten Mal

schon recht nahegekommen. Wir sind stolz, das gigantische

Indien von Norden nach Süden komplett durchquert zu

haben. Noch einmal atmen wir tief die Meeresluft ein, bevor

wir Richtung Nordosten aufbrechen.


Zentralindien


Die Geschäftsmetropole Chennai spült uns zurück in das pulsierende indische Leben. Wir brauchen wieder viel Geduld,

um durch den dichten Verkehr der boomenden Metropole zu

kommen. Wie wohltuend sind danach unsere ruhigen Tage

in den Nallamala-Bergen, einem Teil der Ostghats.

In Hyderabads quirliger Altstadt tauchen wir ein in eine

muslimisch geprägte Metropole. Auch die Umgebung mit

der gewaltigen Festung Golconda und den weitläufigen

Mausoleen der Herrscherfamilie lohnt einen Besuch. Von

Hyderabad reisen wir weiter durch Zentralindien nach

Norden in die Gegend von Jagdalpur, wo die Wasserfälle des

Kangertals uns verzaubern werden.

Wir erreichen Varanasi – die Pilgerstadt, die wir so schnell

nicht vergessen werden. Alte Menschen kommen zum

Sterben, Pilgerinnen und Pilger zum Bad im heiligen Ganges.

Die Exkursion auf und entlang des Ganges bei Varanasi wird

Jedem nahegehen. Von Varanasi aus fahren wir weiter in die

Gegend von Bodhgaya: Die eindrucksvollen Tempelanlagen

stehen für den Platz der Erleuchtung Buddhas.


Ostindien


Auf unserem Weg Richtung Osten schlängeln wir uns durch

den schmalen indischen Korridor zwischen den uns bereits

bekannten Himalayastaaten Nepal und Bhutan im Norden

und Bangladesch im Süden.

Im Bundesstaat Meghalaya werden wir unsere Gefährte

nahe der fantastischen Wasserfall-Landschaft der KhasiBerge des Cherrapunji-Nationalpark platzieren. Die autonomen indischen Gebiete Nagaland und Manipur mit eigenen

Grenzen führen uns nach Moreh, der Grenzstation nach

Myanmar.

Anmerkung: Aufgrund vieler bis zum Zeitpunkt der Reise

nicht vorhersehbarer Faktoren wie Baustellenprojekte,

Straßenzustände, politische, religiöse und wetterbedingte

Ereignisse sind keine genauen Zeitangaben für die einzelnen

Abschnitte in Indien vorgesehen.


•  Myanmar (Anfang – Mitte März 2023)


Der Westen ist mittlerweile einigermaßen erschlossen; das

Fahren, insbesondere über die Brücken, ist aber nach wie

vor abenteuerlich geblieben. Ist diese Passage geschafft,

werden wir mit den Highlights Myanmars belohnt.

Die Ebene von Bagan mit ihren Tausenden Pagoden versetzt uns in eine andere Welt und Zeit – sicherlich eines

der Highlights der gesamten Reise. Das eine Fahretappe

entfernte Mandalay ist religiöses Zentrum Myanmars und

lädt uns ein, uralte Tempelanlagen und Pilgerstätten zu

besuchen.

Yangon gilt immer noch als die wichtigste und größte Stadt

des Landes. Die Hauptstupa der Shwedagonpagode ist mit

über 60 Tonnen Gold belegt, die gesamte Tempelanlage mit

ihren unzähligen goldenen Stupas ist welteinmalig. Neben

all dem Gold ist das Lächeln der Menschen eine der herausragenden Erfahrungen in Myanmar.

Am westlichen Rand des Shan-Gebietes liegt der Lake Inle,

der größte See des Landes. Seine schwimmenden Dörfer

und Gärten erkunden wir per Boot. Über die Gebirge der

Shan-Region nähern wir uns unserem nächsten Traumziel

Laos. Mit dem Mekong überqueren wir im Goldenen Dreieck

zugleich auch die Grenze.


Laos (Mitte – Ende März 2023)


Im kleinen Dschungelstaat Laos lassen wir uns vom Flair

des Mekong und der dichten Urwaldvegetation verzaubern.

Laos ist das Land der Schmetterlinge und Orchideen. Im

Norden stoßen wir auf touristisch noch unberührte Gebiete.

Über abenteuerliche Passstraßen gelangen wir nach Luang

Prabang. Die alte Königsstadt ist sicherlich eines der

Highlights unserer Fahrt durch Laos. Luang Prabang ist eine

grüne Stadt, touristisch gut erschlossen und bietet in ihrer

Umgebung eine Vielzahl von Ausflugsmöglichkeiten zu

paradiesisch schönen Plätzen. Wandern und Schwimmen

in den Becken der Wasserfälle mitten im Dschungel oder

einen Bootsausflug auf dem Mekong lassen wir uns nicht

entgehen.

Wir genießen die eine Fahretappe südlicher gelegene

Karstberglandschaft bei Vang Vieng mit herrlichen Badeund Wandermöglichkeiten. Nach einem Zwischenstopp in

Vientiane erforschen wir bei Konglor eines der wohl imposantesten Höhlensysteme der Welt.

Über nur wenig befahrene Gebirgsstraßen gelangen wir in

die Ebene der Steinkrüge bei Phonsavan.


Vietnam und Kambodscha (Ende März – Ende April 2023)


Ein krasser Gegensatz zum laotischen Dschungel ist das

von Menschenhand sichtbar gestaltete Vietnam. Für einige

Tage sind wir zunächst in der Karstgebirgswelt des Nordens,

fernab von großen Städten und Tourismus unterwegs.

Mit guter Laune verweilen wir einige Tage im quirligen

Hanoi. Einen ganzen Tag erkunden wir die Bucht von Halong

mit ihrem smaragdgrünen Wasser und den Tausenden hoch

aufragenden Kalksteininseln. Die per Bauernhand geschaffene Reisterrassenlandschaft, eingebettet in besondere

Karstbergformationen und Küstenlandschaften, macht die

Fahrt durch den Norden Vietnams zum Erlebnis. Wir reisen

von Nord nach Süd entlang der Küstenlinie und lassen uns

gerne von Stopps an Badestränden und von Ausflügen ins

Hinterland entlang des Ho-Chi-Min-Pfades aufhalten. Ein

Spaziergang bei milden Abendtemperaturen durch die mit

Laternen geschmückten alten Gassen von Hoi An – so fühlt

sich indochinesisches Reiseglück an.

Das einstige Saigon und heutige Ho-Chi-Min-Stadt ist von

Millionen von Zweirädern förmlich überflutet. Was für eine

Stadt mit tiefer Geschichte und noch mehr Gegenwart!

Der Puls Vietnams schlägt hier noch schneller. Mit großer

Gelassenheit steuern wir unsere Reisemobile langsam durch

das Gewusel von Millionen Zweirädern bis zu den schwimmenden Märkten im Mekong-Delta.

Das breite Lächeln der Muong-Minderheit ist ansteckend.

Nur eine halbe Tagesetappe entfernt liegt Phnom Penh,

Kambodschas Hauptstadt. Wir nächtigen am Ostufer des

Mekong und lernen die jüngste Geschichte des Landes und

den Charme der Stadt kennen.

Im Campingstuhl neben eigenen Reisemobil auf Schiffe und

Boote des Mekong in Phnom Penh zu blicken, hat seinen

ganz eigenen Reiz, auch wenn die Stellplätze nicht immer

Schönheiten sein werden.

Zwei Tage werden wir das im kambodschanischen Urwald

gelegene Angkor Wat auf uns wirken lassen – eine der

beeindruckendsten Tempelanlagen unserer Erde und das

Wahrzeichen für die Kultur der Khmer.

Bevor es weiter nach Thailand geht, gönnen wir uns noch

einmal einen kurzen Abstecher nach Laos, wo wir die rauschenden Mekong-Fälle besuchen und uns schließlich auf

dem angenehm kühlen Bolaven-Plateau mit seiner reichen

Vegetation, seinen vielen Früchten und spektakulären

Wasserfällen von der Hitze des Dschungels erholen.


Thailand (Anfang – Mitte Mai 2023)


Angenehmes, fast westliches Reisen auf breiten, guten

Straßen lässt uns das Fahren in Thailand genießen, auch

wenn gegenwärtig eine Menge von Papieren eingereicht

werden muss, um Thailand mit dem eigenen Mobil zu bereisen. Nach dem Besuch des historischen Königreichs von

Ayutthaya mit seinen schönen Tempelanlagen unternehmen

wir einen kleinen Exkurs nach Kanchanaburi im Westen. Die

Stadt ist bekannt durch die River Kwai-Brücke, welche wir

bei einer Bahnfahrt über abenteuerliche Holzviadukte nach

Nam Tok überqueren.

Lebendige, überquellende Märkte mit den besten Gewürzen

des Globus, eindrucksvolle Paläste und Tempel und ein

höchst unterhaltsames Nachtleben mit den stets lächelnden

Einheimischen stehen für Thailands Hauptstadt Bangkok, in

dessen Herz wir unsere Reisemobile parken.

Auf dem Weg in den Süden greift Thailand tief in die Trickkiste.

Schwimmende Märkte, geheimnisvolle Wats, Nationalparks

mit wilden Tieren und paradiesischen Bademöglichkeiten

in smaragdgrünen Gewässern und Wasserfällen lassen die

Strecke gen Süden zu den bekannten Stränden bei Khao Lak

und Krabi wie im Rausch vergehen.

Palmen, Sandstrände, warmes Wasser vor der eindrucksvollen Kulisse der einmaligen südthailändischen

Küstenlandschaften – und mittendrin sind wir mit unseren

Reisemobilen, die tatsächlich die gesamte Strecke bis ins

Paradies gefahren sind.

Malaysia und Singapur (Mitte – Ende Mai 2023)

Die Insel Penang ist unser erstes Ziel in Malaysia – wir lassen

uns von bunten Schmetterlingen und den köstlichsten tropischen Früchten, die auf Penang wie in einem Garten Eden

wachsen, gerne verführen.

Malaysia kennt nicht nur feuchtwarmes, äquatoriales Klima.

Bald genießen wir die frische Luft der Cameron Highlands.

Wir wandern durch ewig feuchtkühle Mooswälder und

balancieren in schwindelerregender Höhe auf dem Skywalk

durch die Baumwipfel des Urwalds. Per Kanu fahren wir tief

in den malaiischen Dschungel, um in von Wasserfällen und

Stromschnellen geschaffenen Becken zu schwimmen.

Die schicke Hauptstadt des Landes, Kuala Lumpur, zeigt uns

das moderne muslimische und tolerante Malaysia. Über das

alte Melaka erreichen wir den Südzipfel des malaiischen

Kernlandes und statten dabei dem hochmodernen Singapur

einen Besuch ab.

Hier endet unsere Reise und wir werden unser Wohnmobil von Singapur zurück nach Hamburg verschiffen. Drückt uns die Daumen, dass alles gut geht und wir diese Reise gesund und ohne viele Pannen überstehen.